Pumpen, pumpen und nochmal pumpen…..
Es gibt viele Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung, einige sind auch bewusst körperlich anstrengend gewählt und man bezahlt auch noch dafür. Was aber am Ende herauskommt ist eine positive Erschöpfung die einem das gute Gefühl gibt wirklich etwas geschafft- und dabei auch noch Spaß gehabt zu haben.
Ein Unternehmen welches sich anscheinend dieser Art der Freizeitbeschäftigung verschrieben hat ist die Dentallabor Heinze GmbH deren Chefin mal wieder eine geniale Idee hatte die Beschäftigten nebst Anhängen zu fordern. Im letzten Jahr mussten, konnten, durften wir uns bei einer Fahrradtour verausgaben (siehe Hier), in diesem Jahr jedoch war dann schon der ganze Körper gefordert. Die DLH-Sommertour führte uns nach Schmilau in die Nähe von Ratzeburg. Dort gibt es einen Erlebnisbahnhof der vielerlei anstrengende Aktivitäten anbietet, unter anderem auch das Fahren mit einer Draisine. Wer schon mal eine Draisine gesehen hat weiß, dass dieses Gefährt nur mit Muskelkraft angetrieben wird, welches wir dann auch schon bald zu spüren bekamen.
Nachdem wir bei Kaffee und Kuchen die Batterien noch einmal aufladen konnten, ging es dann aber los.
Wir besetzten 2 Großdraisinen, 1x 10 Personen, 1x 10 Personen und ein Hund und nach einer kurzen Einweisung pumpten wir los. Eine Strecke von 4,5km lag vor uns. Wie immer bei solchen Kraft angetriebenen Gefährten ist die Euphorie am Anfang groß, besonders dann, wenn man ein solches Gefährt zu ersten Mal besteigt. Schnell jedoch folgt die ernüchternde Erkenntnis, dass man da richtig arbeiten muss um den Bock vorwärts zu bewegen. Einmal unterwegs, gab es kein zurück, also wurde reihum im fliegenden Wechsel gepumpt um die Strecke zu schaffen, dabei immer im Hinterkopf, dass jeder gefahrene Meter auch wieder zurück gefahren werden muss.
Unterwegs mussten einige Straßen gequert werden, das bedeutete, anhalten, ausgewähltes Personal mit Warnwesten den Verkehr aufhalten lassen, Schranken öffnen und schließen, Draisine über die Straße schieben, aufsitzen und weiter, eine willkommene Pause von der Schufterei. Nach gefühlten 2 Stunden (echte 45 Minuten) erreichten wir den Zielbahnhof. Wir durften dann unser Talent mit Pfeil uns Bogen beweisen welches doch nicht so einfach wie gedacht war. Nachdem wir dann in drei Durchgängen mehr oder weniger gut die Zielscheibe getroffen hatte begann die Rückreise.
Wir besetzten wieder die erste Draisine und pumpten los. Aufgrund der unterschiedlichen Frequenz in der die Draisinen ankommen, ist es selten möglich mit der selben Draisine zurück zu fahren mir der man gekommen ist. Dass es Qualitätsunterschiede bei den Draisinen gibt mussten wir unterwegs feststellen. Einige Zeit vor unserer Rückreise startete eine Draisine mit 2 Erwachsenen und 8 Kindern an Bord. Es war klar, dass wir die unterwegs einholen und so geschah es auch. Nun hielten wir uns für besonders schlau und tauschen die Draisinen unterwegs. Eigentlich hatten wir gehofft, dass Draisine 2 der DLH ebenso auf die Kinderdraisine auflaufen würde und wir dadurch einen gewaltigen Vorsprung erhalten aber weit gefehlt. Es stellte sich heraus, dass wir zu beginn der Rücktour ein hervorragendes Gefährt hatten und nun mit einer unwuchtigen schwergängigen Draisine zurecht kommen mussten. Wie sehr wir uns auch anstrengten, es gelang uns nicht den Kindern davon zu fahren. Zeitgleich erreichten wir fix und alle Schmilau.
Das anschließende Grillbuffet entschädigte uns für die Strapazen am Nachmittag.
Alles in allem eine tolle Veranstaltung die durch das perfekte Wetter gekrönt wurde. Ein großes Dankeschön an Wiebke für diesen phantastischen Nachmittag.
Falls nun jemand sagt: Das wäre auch etwas für mich oder meine Kollegen, möge er HIER nachsehen.
Einige Bilder dieser Sommertour gibt es HIER

7. Juni 2010, 04:03 Uhr
Na dann weisst Du ja auch wie Ihr zu uns zum Campingplatz kommt. Das sind ja nur noch ein paar Meter bis Salem