Er fährt wieder
Am vorletzten Wochenende wollten Tim und ich das schöne Wetter ausnutzen und einen weiteren Versuch starten einen seiner Oldtimer über Schleswig-Holsteiner Straßen zu bewegen. Nach dem beschriebenen Reinfall mit dem Ponton vor einigen Wochen (siehe Hier), sollte es der Thunderbird sein, der aus dem Winterschlaf geholt wird.
Ich war recht zuversichtlich da ich die Batterie über Winter bei mir im Keller zur Pflege hatte. Tim hatte aber schon so seine Bedenken die nicht unbegründet waren wie sich später herausstellte. Die Batterie war total leer welches wahrscheinlich auf ein defektes Ladegerät zurückzuführen ist. Dieser Wagen blieb also in der Garage und so kam es, dass wir uns für den inzwischen reparierten, und mit einem Sylt-Urlaub von Tim getesteten Mercedes Ponton entschieden, um ihm aus meiner Sicht eine zweite Chance zu geben.
Um es kurz zu machen, es war phantastisch, der Wagen sprang gut an und wir genossen eine wunderschöne Ausfahrt. Dieses Auto ist auch heute noch voll alltags tauglich. Wenn man sich erst an die Lenkradschaltung gewöhnt hat, kann man völlig problemlos im Verkehr mit schwimmen ohne ein Hindernis da zustellen. Ich hatte nur etwas Mühe mich mit dem Blinkerschalter zurecht zu finden welcher als Ring auf dem Lenkrad sitzt und so mit der rechten oder linken Hand betätigt werden kann. Bestimmt eine praktische Lösung die halt erst verinnerlicht werden muss.
Der Ponton hängt gut am Gas und meistert auch Fahrten in Ortschaften im 4.ten Gang spielend. Die Lenkung ist sehr direkt und hat relativ wenig Spiel. Ein wunderschönes gutmütiges Automobil (wenn es den erst einmal läuft) von dem nicht zu unrecht damals viele als Taxis unterwegs waren.
Von der Enttäuschung am Morgen abgesehen hätte es ein genialer Tag werden können wenn nicht 300 Meter vor der heimatlichen Garage merkwürdige Geräusche aufgetreten wären. Nach einigen Untersuchungen bemerkten wir, dass beide Hinterräder reproduzierbar stark vibrieren wenn der Wagen langsam rollt. Wir haben dann Wagen den in der Garage abgestellt und als Tim einige Tage später seinem Werkstattmeister diese Phänomen vorführen wollte, war nicht, aber auch gar nichts zu finden.
Als Tim mir davon berichtete musste ich sofort wieder an die Vorkommnisse denken mit der uns dieses Fahrzeug vor Wochen beschäftigt hatte. Ich bin sicher, dass es einen Grund dafür gibt und eine genauere Untersuchung wird diesen entlarven aber merkwürdig ist und bleibt es doch.
Einige Bilder von diesem Tag gibt es HIER.
