Ehrenamt

….eine im allgemein nützliche Tätigkeit die einen positiven Eindruck hinterlässt, aber was bedeutet es für die, die diese Tätigkeit ausüben? Wenn man sich mit „Außenstehenden“ über seine Tätigkeit unterhält bekommt man meistens ein positives Feedback. Es ist gut, wichtig und unerlässlich, dass es Menschen gibt die sich für diese Ämter einsetzten, die ihre Freizeit für einen guten Zweck verwenden und die auch bereit sind ihren Alltag ein Stück weit darauf hin auszurichten.

Menschen die teilweise auch an ihre Grenzen und darüber hinaus gehen, die sich freiwillig und unentgeltlich persönlichem Stress aussetzten um ihr Ehrenamt zu erfüllen. Was treibt jemanden dazu sich, in einer von Kapital und Profit geprägten Zeit, für solche Tätigkeiten zu begeistern?
Der Name drückt ja schon etwas aus. Ämter sind ja nicht irgendwelche Tätigkeiten, ein Amt zu bekleiden hat schon etwas von Würde und wenn es dann auch noch ein Ehrenamt ist, Donnerwetter.

Aber wie schon erwähnt beinhaltet jedes Amt eine Tätigkeit. Ob es nun rein geistige oder solche, die auch im physikalischen Sinne als Arbeit bezeichnete oder kombinierte Tätigkeiten sind, sie alle erfordern persönlichen Einsatz. Persönlicher Einsatz bedeutet aber auch Zeit und Zeit, besonders die „freie“ Zeit für die, die einer geregelten Tätigkeit nachgehen um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, ist kostbarer den je.

Ich kann nur versuchen aus meiner Sicht zu beschreiben, was mich dazu veranlasst, meine kostbare freie Zeit zu „opfern“.
Opfern ist schon mal eine völlig falsche Bezeichnung. Ich opfere nicht meine freie Zeit, dann wäre sie ja verloren. Nein, im Gegenteil ich investiere meine freie Zeit in ein Ehrenamt und mach dabei ein gutes Geschäft. Auch wenn diese Einkünfte nicht in Geld messbar sind so bereichern sie mich ständig. Ich erhalte Freundschaft, Freude, Spaß, Dank, Vertrauen, Verantwortung, Erfahrungen und vieles, vieles mehr. Alles Dinge von denen ich mir nichts kaufen kann und doch machen sie mich zu einem reichen Menschen. Ich gebe einen kleinen Teil von mir und erhalte ein Vielfaches zurück.

Ich denke aber auch, dass man nicht mit der Erwartung auf Erfüllung in eine Ehrenamt gehen soll nur um sich hinterher als besserer Mensch fühlen zu können. Ich bin eigentlich aus ganz anderen Interessen zu dieser Tätigkeit gekommen und erst mit der Zeit stellte sich für mich heraus, dass es eben mehr ist als nur einen Freizeitbeschäftigung obwohl ich es nach wie vor als eine solche sehe aber mit dem angenehmen Nebeneffekt der oben angegebenen Entlohnung.

2 Kommentare zu “Ehrenamt”

  1. Floschi
    24. Juni 2007, 23:04 Uhr
    1

    schön geschrieben!!!

  2. Jan
    4. Juli 2007, 10:36 Uhr
    2

    Hallo Karsten,
    da kann ich nur sagen: Der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen und jeder, der sich aufmacht ins öffentliche zu treten um die Gesellschaft zu suchen kann nur gewinnen. Daher ist Arbeit und Kapital nur der Bereich der Notwendigkeit, die Freiheit fängt erst an, wenn du dich auf den Weg machst! Deshalb Ehrenamt = Freiheit! ;-)
    Lg aus dem Norden
    Jan

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