Der große und der kleine “Jag”
Samstag, 21. November 2009
Wenn man warum, wodurch und von wem auch immer zu „Neuem“ inspiriert wird, resultieren daraus häufig die unterschiedlichsten Aktivitäten die dann mit der Zeit auf ein „normales“ Maß heruntergeschraubt werden. Zu Beginn jedoch wird das „Neue“ gründlich analysiert und möglichst vieles in Erwägung gezogen welches dazu führen soll, das „Neue“ mit Leben zu erfüllen und alle Störeinflüssen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Darüber hinaus passieren aber auch Dinge die nur mittelbar mit dem „Neuen“ zu tun haben, aber zumindest im Auge des Betroffenen seine Berechtigung haben.
In diesem Fall geht es darum ein altes Auto zu fahren wobei das „Fahren“ ja schon die die Belohnung der vorangegangenen Bemühungen ist. Um diese Belohnung erhalten zu können bedarf es aber gründlicher Planung sowie die Abschätzung und zügiger Beseitigung möglicher Fehlerquellen.
Also wurden passende mechanische und elektrische Werkzeuge, Ersatzteile, Schmierstoffe und reichlich Literatur angeschafft oder deren Besorgung organisiert. Unumstritten ist allerdings, dass ich zwar das richtige Werkzeug besitze um an potenzielle Fehlerquelle heran zu kommen nur das was dann benötigt wird, garantiert nicht unter den Anschaffungen zu finden ist. (Murphy´s Law)
Zu den Dingen die nach technischen Gesichtspunkten nicht unbedingt eine Daseinsberechtigung besitzen, aber eben soviel Spaß machen wie ein zölliger Knarrenkasten gehört der klein Jag.
Mit etwas Geduld und Farbe habe ich versucht im Rahmen meiner Möglichkeiten dem großen Jag einigermaßen nahe zu kommen. Auch wenn es hier und da nicht unerhebliche Abweichungen gibt so stand Spaß im Vordergrund und das ist es doch was ein Hobby machen sollte.


Nachdem nun alle nötigen Erfordernisse mit Banken, Ämtern und Versicherungen abgeschlossen sind, konnte ich gestern zum ersten „Alleinflug“ mit diesem wunderbaren Gerät starten. 
Nach langer Zeit habe ich mir mal wieder ein Möbel gebaut. Der alte Schrank ebenfalls Marke Eigenbau war nicht mehr Zeitgemäß und passte auch nicht mehr zu dem neuen Instrument. Natürlich hätte man auch einen Keyboardständer kaufen können aber dann hätte es nur halb soviel Spaß gemacht und außerdem wäre die Sache auch teurer geworden. Die Arbeitszeit darf man bei derartigen Aktionen natürlich nicht mit rechnen.
