11.03.2009
Mittwoch, 11. März 2009
Heute Nachmittag ist sie bei der Hand genommen worden und hat ihre letzte Reise angetreten. Zu einem Zeitpunkt als jegliche Kraft aus dem Körper gewichen und das begann was sie nie wollte und wovor sie immer Angst hatte, auf Pflege angewiesen zu sein, hat sie sich auf den Weg gemacht und so ihr letztes, schon seit längerem angestrebtes Ziel, erreicht. So wie sie es wollte, im Schlaf entschlafen, entspannt, ruhig und gelöst hat sie ihren Frieden gefunden.
Mir und uns bleibt in der Trauer die Gewissheit, dass sie auf ein erfülltes Leben zurück schauen kann, unser Leben bereichert hat und ihr der Tod, wenn auch zögerlich, am Ende aber doch rechtzeitig genug, weitere Qualen ersparte.
Wir verlieren eine wunderbare und einzigartige Freundin der Familie die im besonderen meinen Eltern fehlen wird, die über 60 Jahre eine innige Freundschaft mit ihr pflegten die weit, weit über ein normales Maß hinaus ging.
Anita, du reißt eine tiefe Wunde und diese wird nie ganz verheilen.


Er ist immer und allgegenwertig. Es gab ihn schon immer und es wird ihn immer geben. Er ist ein Teil von unserem, von jedem Leben. Ständig hören und lesen wir, dass es ihn gibt aber immer ist es weit, weit weg und wir nehmen nur am Rande Notiz davon.
Heute vor genau 50 Jahren entschlossen sich meine Eltern, ihren Freunden und Bekannten sowie dem Rest der Welt zu zeigen, dass sie die Absicht haben längere Zeit miteinander verbringen zu wollen, indem sie sich verlobten. In Hamburg bei
Am selben Abend noch erwarben sie eine Tischlampe in eben diesem Lokal, welche nun, 50 Jahre später, wieder auf dem Tisch stand. Da zeigt sich mal wieder, dass es doch manchmal ganz nett ist, einige Dinge nicht gleich zu entsorgen obwohl sie ja eigentlich nur im Schrank rum stehen. Auf diesem Wege nochmals die herzlichsten Glückwünsche, alles Gute und wir freuen uns schon auf die goldene Hochzeitsfeier im Sommer nächsten Jahres. Unterschrift: Sohn