Archiv für die Kategorie 'DRK'

LGS 2011 Lichtspiele

Donnerstag, 05. Mai 2011

lgs08.jpgAm gestrigen Abend war es endlich soweit. Nach mehr als 2 Jähriger Planungs- und Entwicklungsfase in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Lübeck, wurde die neue Beleuchtungsanlage rund um den See auf dem Gelände der LGS offiziell Vorgeführt.
Diese “Wegebeleuchtung” hat es aber in sich.
106 Säulen sorgen mit einer LED-Lichtquelle im Bodenbereich dafür, dass die Wege gut ausgeleuchtet sind, der Clou sitzt aber darüber. Die Säulen sind mit LED-Technologie ausgestattet die nahezu das gesammte Farbspektrum in die Nacht hinaus strahlen können.
Computergesteuert sind allerlei Lichtprogramme abrufbar so dass dem Farbenspiel kaum Grenzen gesetzt sind. Darüber hinaus sind Bewegungsmelder aktiv die dafür sorgen, das nur die Säulen leuchten in deren Nähe sich Besucher der LGS befinden. Das ist zum einen Energieeffizient und schont zum anderen die nachtaktive Tierwelt.
Eine weitere sehenswerte Besonderheit auf der Landesgartenschau 2011 in Norderstedt.
Einige Bilder davon gibt es HIER

Alle Jahre wieder….

Sonntag, 13. Dezember 2009

Santa.jpg…findet bei uns der Halbjahresabschluß zur Weihnachtszeit statt und es war für mich einer der schönsten an denen ich bisher teilgenommen habe. Die Stimmung war großartig, das Essen wunderbar und die Afterparty genial. Vielen herzlichen Dank an die Organisatoren, ein besinnliches Weihnachtsfest und ein schönes neues Jahr.

Schwerer Verkehrsunfall in Hamburg

Freitag, 30. Oktober 2009

Am frühen Donnerstag Abend waren wir auf dem Weg in die Hamburger Innenstadt als vor uns ein PKW widerrechtlich links vom Mc Donald-Parkplatz auf die Langenhorner Chausse abbiegen wollte. Dabei übersah der Fahrer den links von mir fahrenden PKW der frontal in das Fahrzeug fuhr.
Die Insassen des Unfallverursachers kamen relativ glimpflich davon während die Beifahrerin im anderen Fahrzeug mit dem Kopf so stark gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde, dass diese zerbrach. Die Folge war unter anderem eine stark blutende Kopfplatzwunde. Der Fahrer wurde von dem einzigen im Fahrzeug befindlichen Airbag abgefangen. Eine dritte Person auf dem Rücksitz erlitt einen Schock.
Zufällig befand sich eine Polizeistreife ebenfalls auf dem Parkplatz die sofort zur Stelle war und den Rettungsdienst anforderte. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen als einer der ersten an der Unfallstelle zu sein. Nachdem ich mich den Beamten als Sanitäter vorgestellt hatte, konnte ich völlig ungehindert arbeiten.
Kleine Problem bereitete die Kommunikation, da die am stärksten betroffene Person kein deutsch sprach. Der Fahrer des Wagens fungierte als Dolmetscher und den Rest konnten wir in englischer Sprache klären. Zeitweise drohte die Verletzte das Bewusstsein zu verlieren aber es gelang uns sie wach zu halten und die Erstversorgung im Fahrzeug durchzuführen.
Nach einer kurzen Übergabe übernahm dann der Rettungsdienst. Ich hinterließ noch meine Personalien und die Beamten, die sich sehr nett bei mir bedankten, lotsten mich aus der Unfallstelle und wir schafften es gerade noch rechtzeitig ins Theater.
Fazit: Es ist ein beruhigendes Gefühl nicht nervös daneben stehen zu müssen sondern aktiv und effektiv Hilfe leisten zu können. Ich hatte mir schon so manches mal ausgemalt wie es wohl wäre in so eine Situation zu kommen und ich bin erstaunt und erfreut wie ruhig und überlegt ich meiner Meinung nach gehandelt habe. Regelmäßiges Üben und die Erfahrungen im Umgang mit Patienten die ich als Praktikant auf dem RTW machen konnte gaben mir die Sicherheit richtig zu handeln.
Denkt mal darüber nach bevor ihr einen Dienstabend absagt weil mal wieder Fallbeispiele auf dem Dienstplan stehen und diejenigen die nicht aktiv beim Kreuz sind sollten ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse bei nächster Gelegenheit auffrischen.

Das Abenteuer krankhafter Tierliebe

Mittwoch, 30. September 2009

Es gibt Dinge die nicht so einfach zu erklären sind weil es keine vernünftigen Erklärungen dafür gibt. Nur weil diese Dinge dann unvernünftig erscheinen, müssen sie nicht schlecht oder verwerflich sein, manchmal haben gerade solche Dinge auch ihren Reiz.
Vor nunmehr 11 Jahren lernte ich im Krankenhaus einen Menschen kennen der von einem Virus befallen war und heute noch ist. Ich spürte erst einige Zeit später, dass ich mich infiziert hatte und konnte aber gezwungener Maßen den Ausbruch der Krankheit relativ lange verhindern. Das Schicksal aber hat mich in die Lage versetzt, diese Krankheit nun ausbrechen zu lassen. Es hat etwas mit Tierliebe zu tun.
Ich habe mir eine Katze zugelegt. Nicht irgendeine x-beliebige Katze nein, diese Katze ist eine Großkatze, 1968 in England geboren, hellblau und gehört zur Gattung Jaguar.
Und damit sind wir schon beim Abenteuer, denn als ein solches sehe ich die ganze Geschichte und wer weiß, vielleicht bin ich nach ein paar Jahren geheilt und besinne mich eines Besseren oder aber es wird eine chronische Erkrankung die mich mein Leben lang begleitet.
Schaun wir mal was wird wenn die erste Euphorie des „neuen Alten“ vorüber ist und wie aufwendig und intensiv die Tierpflege wird.
Katze.jpg

Üben, üben, üben…..

Mittwoch, 16. September 2009

Alle 2 Wochen treffen wir uns im Ortsverein zu unseren Dienstabenden. Neben organisatorischen Dingen wird Fachwissen in Theorie und Praxis vermittelt. Gerade die praktischen Übungen, sog. Fallbeispiele zeigen einem immer wieder was man alles nicht weiß. Ein konkretes Beispiel war der heutige Dienstabend bei dem ich trotz relativ eindeutigen Hinweisen eine falsche Diagnose gestellt und danach gehandelt habe. Natürlich bleibt bei solchen Aktionen der nötige Ernst ein wenig auf der Strecke, man kennt sich ja aber im Realfall hätte es eine Verschlechterung der Gesamtsituation zur Folge gehabt.

Was will ich damit sagen: Man kann gar nicht häufig genug üben um wenigstens etwas Sicherheit im Einsatz zu erlangen. Atemnot hat eben nicht immer etwas mit Asthma zu tun, da gibt es noch 27 andere Möglichkeiten und die gilt es zu erkennen. Nachdem man meint einen Grund für das Problem erkannt zu haben, sollte man dieses Ergebnis gelegentlich hinterfragen und spätestens wenn der oder die Betroffene Anzeichen für eine Verschlechterung des Zustandes zeigt, ist es an der Zeit noch einmal alle Informationen zu filtern die man bis dahin hat.

In der Theorie ist vieles schnell gesagt und vermeintlich begriffen aber Erlebtes schult besser zumal dort trotz Schauspiel immer auch Stress dabei ist.
Wenn Fallbeispiele auf dem Dienstplan stehen ist die Beteiligung bescheiden aber gerade das ist es doch was uns (oder mir) den Stoff nahe bringt. Ich denke, dass ich nach den heutigen Abend entsprechende Anzeichen einer Erkrankung sicherer deuten kann.

Auch wenn Fallbeispiele anstrengend sind und man dabei auch gehörig ins Schwitzen kommen kann so finde ich sie unheimlich wichtig. Derjenige der da vor uns liegt verlässt sich voll auf unser können und Wissen und ich möchte nicht miterleben müssen jemanden durch mein Handeln noch tiefer in etwas hinein zu reißen als er ohnehin schon ist.

Wir arbeiten am lebenden Menschen und diese Menschen vertrauen uns und es ist nicht immer jemand dabei an den wir abgeben können wenn wir mit unserem Latein am Ende sind.
Vielleicht sollte sich der eine oder andere mal fragen ob er wirklich so gut ist wie er meint.
Vielen Dank an Frau Meier die heute meine Patientin war und an den Rest für die Mitarbeit und die Ausarbeitung.