BMWeh´

anlasser.jpgEin Grund für die Entscheidung sich ein Motorrad von BMW zu kaufen, war die bekannte Langlebigkeit. Am Anfang dachte ich auch, dass die Startprobleme auf eine, von mir im Winter stark vernachlässigte, Batterie zurück zu führen sind. Nichts böses ahnend erwarb ich dann auch schnell eine neue aber die Drehfreudigkeit des Anlassers ließ immer mehr zu wünschen übrig.

Vielleicht wir der Akku nicht richtig geladen dachte ich und begann, nach dem Studium des Stromlaufplanes, der es locker mit jedem Strickmuster aufnehmen kann, mit einem Multimeter nach Kurzschlüssen, Kriechströmen und defekten Bauteilen zu suchen. Leider jedoch ohne Erfolg.

In meiner Not begab ich mich ins Internet und durchstöberte einige Boxerforen und wurde immer öfter auf den Anlasser aufmerksam gemacht. Ich entschloss mich also dieser Spur nachzugehen und stellte erfreut fest, dass der Anlasser schneller als die Batterie ausgebaut ist. Bei der Demontage des Selbigen schwand die Freude aber schnell als ich das Innenleben des Elektromotors zu sehen bekam.(siehe Foto) Das war der im Forum mehrfach beschrieben Supergau. Es kommt schon mal vor, dass sich die Permanentmagneten im Motorgehäuse lösen. In diesem Fall hilft UHU-Endfest und gut ist aber Bröselmagneten lassen sich nicht mehr kleben.

Nach weiteren Recherchen fand ich heraus, dass es nicht ein komplet neuer Anlasser sein muss. Der von BMW verwendete Elektromotor ist identisch mit vielen Anlassermotoren von Citroen und Peugeot. Eine Vergleichstabelle war dann auch schnell gefunden und schon war eine neuer Anlasser mit dem für meine Zwecke passenden Motor bei eBay bestellt. Heute nun kam das Teil und ich nichts wie runter in den Keller, den neuen Motor auf die alte Mechanik geflanscht, passte auch auf Anhieb. Klasse dachte ich, so kann es weitergehen.

Dann habe ich den teilerneuerten Anlasser eingebaut, alle Kabel angeschlossen und auf den Startknopf gedrückt. Es machte „Klack“ und „Surrrrrr“ aber der Verbrennungsmotor blieb völlig unbeeindruckt stumm. Nach einigen weiteren Versuchen wurde mir einiges klar und da erinnerte ich mich auch an einen kleinen Absatz in einem Forenkommentar: Achtet auf die Drehrichtung des Elektromotors……..

Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde, ich hätte platzen können, so eine Sch…usselligkeit meinerseits. Jetzt kann ich nicht mal jemanden dafür verantwortlich machen, das habe ich mir schließlich selber eingebrockt. Nur meine Anatomie hat verhindern können, dass ich nun keinen Gebissabdruck im Gesäß habe. Also, erst den Druck im Kessel abgebaut, dann selbiges mit dem Anlasser getan und überlegt wie ich diese Problem lösen kann.

Ein Versuch die Polung an den Kohlen zu vertauschen, habe ich schnell wieder aufgegeben. Da dort sehr große Ströme fließen sind die Kabel entsprechend dick und auch nur für diese Verdrahtung konzipiert. Wenn da etwas nicht gut isoliert ist, brennt mir die Mühle wohlmöglich noch ab.

Tja, das ist der aktuelle Stand der Dinge. Zur Stressbewältigung und zum Frustabbau habe ich erst mal diesen Beitrag geschrieben und nun mach ich mir weiter Gedanken wie ich dieses Problem in den Griff bekomme.

Fortsetzung folgt.

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