außergewöhnliches Erlebnis

Am letzten DRK-Dienstabend hielt Manfred einen, meiner Meinung nach, interessanten Vortrag über das Kriseninterventionsteam, kurz KIT, welches zum Jahresbeginn 2007 seine Arbeit im Kreis Segeberg aufnimmt. Was mich in diesem Zusammenhang sehr interessiert hat ist die Tatsache, dass es eine vergleichbare Möglichkeit für Einsatz- und Rettungskräfte gibt, die dabei hilft, außergewöhnliche Erlebnisse besser zu verarbeiten.

Durchgeführt werden diese Gespräche von Mitarbeitern die auch im KIT aktiv sind. Wie ihr in meinem Bericht “Exitus” lesen konntet, hatte ich kürzlich ein außergewöhnliches Erlebnis von dem ich meine, es ganz gut verarbeitet zu haben. Natürlich denkt man hin und wieder dran und es löst sich auch etwas in mir wenn ich darauf angesprochen, zwei oder drei Sätze darüber verlieren kann. Nun habe ich nicht das Verlangen alles und jeden voll zu texten aber wenn sich die Gelegenheit bietet, erzähle ich davon. Ist das nun ein Zeichen, dass ich damit noch nicht durch bin, oder will ich mich durch mein außergewöhnliches Erlebnis von der Masse abheben und allen zeigen was ich für ein toller Knaller bin?

Ich habe mit Manfred Kontakt aufgenommen und um einen Gesprächstermin gebeten. Da er diesbezüglich auch erst am Anfang steht, ist er sich sicherlich froh wenn er mal üben kann, obwohl,…. wenn ich weiter darüber nachdenke, werde ich es wohl sein, der den größeren Nutzen daraus zieht. Ehrlich gesagt ist das auch der Grund für das Gespräch und ich bin schon sehr gespannt wie es wird. Manfred hat am Dienstabend schon ein wenig über die Strategie verraten. Ich habe bisher noch keine derartigen Gespräche geführt und von Psychologie habe ich auch nicht viel gehalten. Ich könnte mir aber vorstellen, dass, wenn es richtig angewendet wird, vieles erreicht werden kann. Ich hoffe nur, dass er nicht mein Innerstes nach außen kehrt, und ich über Schuldgefühle in Tränen ausbreche, weil ich mit 6 Jahren mal einen Lutscher geklaut habe.

Ich kann aber auch nicht vorbehaltlos an so etwas herangehen, lass mich aber gern überraschen. Ich bin auch überzeugt davon, dass man mich nicht Hypnotisieren kann weil ich immer versuchen werde, das was gerade mit mir passiert, zu begreifen und deshalb den Kopf nicht frei habe um mich fallen zu lassen. Andererseits habe ich meine damals schwangere Frau als treuer Ehemann und werdender Vater zur Schwangerschaftsgymnastik begleitet. Dort haben wir dann auch mal autogenes Training praktiziert und ich war begeistert, weil das prima funktionierte.
Wie dem auch sei, ich freue mich wirklich auf diesen Termin und werde es einfach mal auf mich zukommen lassen. Was geschehen soll geschehe.

Ein Kommentar zu “außergewöhnliches Erlebnis”

  1. Manfred Brätsch
    16. November 2006, 13:48 Uhr
    1

    hallo karsten

    zu viele gedanken !
    lassen den kopf nicht frei sein !
    erlebnisse die NICHT ganz oder garnicht verarbeitet sind müssen teilw. noch einmal mit einem ganz anderen startbegonnen werden. ich möchte nicht üben, lieber karsten, ich werde DIR zuhören.
    und bin fest davon überzeugt, wir schaffen das.
    bis freitag
    gruss manfred

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