Archiv für Oktober, 2009

Zwei alte Engländer

Samstag, 31. Oktober 2009

zwei-1.jpgNachdem es sich der Oktober nun doch noch überlegt hat und einen goldenen Abschluss an den Tag legt, haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt und eine kleine Ausfahrt riskiert.
Mit „wir“ meine ich natürlich mich und mein Arbeitskollege der einen wunderbaren TR4 aus dem Jahre 1966 sein eigen nennt. Trotz arktischer Temperaturen haben wir es uns nicht nehmen lassen und sind „offen“ gefahren. Entsprechend warm gekleidet ging es von Hamburg durch landschaftlich reizvolle Gegenden über diverse Dörfer nach Ratzeburg wo wir dann am See einen Kaffee zu uns nahmen.
Anschließend trennten sich unsere Wege weil mein Kollege noch weiter an die Ostsee wollte um dort etwas zu erledigen. Ich fuhr dann auf anderer, aber nicht weniger schönen Strecke, zurück.
Übrigens: Der TR4 kann käuflich erworben werden. Falls jemand Interesse an diesem wirklich schönen, sehr gepflegten, in einem Top Zustand befindlichen Fahrzeug hat, stelle ich gern die Verbindung her.
Bilder gibt es HIER.

Schwerer Verkehrsunfall in Hamburg

Freitag, 30. Oktober 2009

Am frühen Donnerstag Abend waren wir auf dem Weg in die Hamburger Innenstadt als vor uns ein PKW widerrechtlich links vom Mc Donald-Parkplatz auf die Langenhorner Chausse abbiegen wollte. Dabei übersah der Fahrer den links von mir fahrenden PKW der frontal in das Fahrzeug fuhr.
Die Insassen des Unfallverursachers kamen relativ glimpflich davon während die Beifahrerin im anderen Fahrzeug mit dem Kopf so stark gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde, dass diese zerbrach. Die Folge war unter anderem eine stark blutende Kopfplatzwunde. Der Fahrer wurde von dem einzigen im Fahrzeug befindlichen Airbag abgefangen. Eine dritte Person auf dem Rücksitz erlitt einen Schock.
Zufällig befand sich eine Polizeistreife ebenfalls auf dem Parkplatz die sofort zur Stelle war und den Rettungsdienst anforderte. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen als einer der ersten an der Unfallstelle zu sein. Nachdem ich mich den Beamten als Sanitäter vorgestellt hatte, konnte ich völlig ungehindert arbeiten.
Kleine Problem bereitete die Kommunikation, da die am stärksten betroffene Person kein deutsch sprach. Der Fahrer des Wagens fungierte als Dolmetscher und den Rest konnten wir in englischer Sprache klären. Zeitweise drohte die Verletzte das Bewusstsein zu verlieren aber es gelang uns sie wach zu halten und die Erstversorgung im Fahrzeug durchzuführen.
Nach einer kurzen Übergabe übernahm dann der Rettungsdienst. Ich hinterließ noch meine Personalien und die Beamten, die sich sehr nett bei mir bedankten, lotsten mich aus der Unfallstelle und wir schafften es gerade noch rechtzeitig ins Theater.
Fazit: Es ist ein beruhigendes Gefühl nicht nervös daneben stehen zu müssen sondern aktiv und effektiv Hilfe leisten zu können. Ich hatte mir schon so manches mal ausgemalt wie es wohl wäre in so eine Situation zu kommen und ich bin erstaunt und erfreut wie ruhig und überlegt ich meiner Meinung nach gehandelt habe. Regelmäßiges Üben und die Erfahrungen im Umgang mit Patienten die ich als Praktikant auf dem RTW machen konnte gaben mir die Sicherheit richtig zu handeln.
Denkt mal darüber nach bevor ihr einen Dienstabend absagt weil mal wieder Fallbeispiele auf dem Dienstplan stehen und diejenigen die nicht aktiv beim Kreuz sind sollten ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse bei nächster Gelegenheit auffrischen.

Bewegte Momente

Dienstag, 06. Oktober 2009

little e-type.jpgNachdem nun alle nötigen Erfordernisse mit Banken, Ämtern und Versicherungen abgeschlossen sind, konnte ich gestern zum ersten „Alleinflug“ mit diesem wunderbaren Gerät starten.

Bevor es allerdings los ging wurden von meinem Vater und mir noch einige kleine technische Problemchen analysiert und behoben, dann aber ging es raus auf die Straße. Es ist schon ein gewaltiger Unterschied ob man ein geliehenes oder das eigene Fahrzeug bewegt. Man hört doch genauer hin welche Geräusche da entstehen, wo sie herkommen und ob selbige normal sind oder nicht. Schnell aber erliegt man der Faszination ein solches Gefährt fahren zu können und ein leichtes Dauergrinsen macht sich breit im Gesicht.
Für einen englischen Sportwagen sitzt man relativ bequem aber Motor- und Fahrgeräusche, lange Schaltwege die man nicht mal eben mit zwei Fingern erledigen kann, Schalter die noch richtig „klack“ machen, ein großes ungepolstertes Lenkrad und viele andere Besonderheiten lassen einen spüren, dass dieser Wagen vom Band lief kurz bevor ich zu Schule kam.
Einige der schönsten Eindrücke an diesem Tag war zu sehen, dass mein Vater auch seinen Spaß an diesem Vehicle hat, einfach wunderbar.
Nachdem ich Papi dann abgesetzt hatte ging meine erste Alleinfahrt nach Kaki um Rene abzuholen. Wir sind dann offen nach Hause gefahren und mit Einbruch der Dunkelheit haben wir die Katze wieder ins Körbchen gebracht. Da ich noch nie zuvor bei Dunkelheit so tief über der Straße sitzend Auto gefahren bin, musste ich mich erst daran gewöhnen, dass sich fast alle Scheinwerfer der anderen Verkehrsteilnehmer in Augenhöhe befinden. Die Entwickler haben nicht von ungefähr einen abblendbaren Innenspiegel verbaut.

Abends war ich dann doch ganz schön knille, so ein alter Wagen verlangt einem halt mehr ab als ein Daylicar, aber vielleicht war es auch nur die Angst aus Unachtsamkeit einen teuren Fehler zu begehen.