Archiv für November, 2008

Hohoho

Sonntag, 30. November 2008

markt01.jpgNun ist sie da, die Vorweihnachtszeit, die richtige Vorweihnachtszeit, nicht die welche uns von den Konsumtempeln vorgegebene in denen schon Ende September die ersten Dominosteine zu bekommen sind nein, die Vorweihnachtszeit die mit dem ersten Advent beginnt. Nun kann man wieder die Weihnachtsmärkte und Basare besuchen, sich in den Massen an den Buden vorbei schieben lassen und herrliche Düfte genießen.
So geschehen am gestrigen Sonnabend. Wir haben uns in das Weihnachtsgetümmel in der Hamburger City gestürzt und waren zum einen erschlagen von den vielen Menschen die gleiches taten aber auch fasziniert von der Lichtervielfalt und dem bunten treiben auf dem Rathausmarkt. In diesem Jahr gibt es neben dem traditionellen Punsch und Glühwein mit und ohne Schuss auch Feuerzangenbowle und geröstete Maronen, beides sehr lecker.
Den Weihnachtsmann in seinem Schlitten haben wir auch mit seinem “Hohoho” gehört und dann gesehen wie er quer über den Weihnachtsmarkt flog, wer es nicht glaubt sollte mal hingehen.
Die anderen Weihnachtsmärkte in der Nähe, St Petrikirche, Jungfernstieg und Gänsemarkt sind auch einen Abstecher Wert. Wer also keine Angst vor vielen Menschen hat sollte sich diese Vergnügen bereiten. Ein paar Bilder davon gibt es HIER
Euch allen eine schöne und fröhliche Advents- und Vorweihnachtszeit.

Du hörst mir überhaupt nicht zu….

Dienstag, 11. November 2008

..diesen Satz muss sich ein Mann relativ häufig von seiner Frau anhören, dabei wird dem maskulinem Teil der Schöpfung auch häufig noch Vorsatz unterstellt. In diesem Fall aber ist es ein Produkt der Evolution des Mannes, wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden um seine ganze Energie auf das wesentliche zu konzentrieren weil davon möglicherweise das Überleben der Sippe abhängt. Hier sei ein kleines Beispiel genannt welches mir vor kurzem auf den Schreibtisch flatterte:

Sie sagt:
„Hör mal zu! Das hier ist ein einziges Durcheinander! Du und ich, wir machen jetzt sauber! Dein ganzes Zeug liegt auf dem Fußboden und wenn wir nicht bald waschen, läufst Du demnächst ohne Klamotten herum. Du hilfst mir jetzt, und zwar sofort!“

Nun gilt es diese Fülle an Informationen zu sortieren, auszuwerten, zu analysieren und auf die wesentlichen Bestandteile zu reduzieren. Obwohl es sich hier um einen relativ komplexen Vorgang handelt, haben es die Männer im laufe der Jahrtausende gelernt, die wichtige Bestandteile dieser Aussage in Sekundenbruchteilen zu isolieren um sie dann ebenso schnell in eine sinnvolle Botschaft zu konvertieren. Hier das Ergebnis:

„Hör mal zu,……. du und ich……. auf dem Fußboden……… ohne Klamotten……. und zwar sofort!“

Also ihr wunderbarsten Geschöpfe dieses Planeten, es ist keine Absicht, es liegt in den Genen und jeder Mann der immer zuhört verstellt sich nur um Euch zu gefallen.

Winterdom

Sonntag, 09. November 2008

dom09.jpgWeil es uns im letzten Jahr so gut gefallen hatte, sind mein Schatz und ich wieder zum Winterdom nach Hamburg gefahren. Wie im letzten Jahr auch dieses mal wieder mit der Bahn um evtl. den einen oder anderen Glühwein probieren zu können. Es zeigte sich auch wieder, dass wir Vollblut Autofahrer sind, erst einmal sehen wie das mit den Fahrkartenautomaten klappt und dann geschockt sein über diese Fahrpreise. Nun ja, Bahnfahren hat auch etwas interessantes, was man da für Menschen sieht und dann die Gespräche die man da so aufschnappt, ist schon doll.
Letztes Jahr war es lausekalt und grau, nun aber war es verhältnismäßig mild und trocken und dementsprechend voll war es dann auch und je später es wurde, desto voller war es. Selbiges war schon auf der Hinfahrt spürbar denn ab Kellighusenstraße herrschten in den Wagen der U-Bahn chinesische Verhältnisse. Trotz allem hatten wir ne Menge Spaß und haben uns über die Leute gefreut die bis zu 6 Euro für eine Fahrt ausgegeben haben um sich hinterher richtig elend zu fühlen.
Voriges Jahr bin ich auch noch in ein Fahrgeschäft eingestiegen aber diese Jahr hat es mich nicht gereizt, könnte das vielleicht am Alter liegen oder ist es nur der Geiz. Sehr ungewohnt war es auch ständig auf die Uhr zu sehen um die letzte AKN noch zu bekommen.
Schrecklich dieser ständige Termindruck, fast wie auf der Arbeit. Es war aber dennoch ein wunderschöner Abend und im nächsten Jahr fahren wir wieder hin, dann aber vielleicht nicht nur zu zweit.
Einige Bilder gibt es HIER

Allein

Donnerstag, 06. November 2008

nun ist das, was jeder der Kinder in diese Welt gesetzt und diesen ein Dach über dem Kopf gegeben hat eingetreten, irgendwann verlässt der letzte das heimische Nest und die- oder der Elternteil bleibt allein und verstört zurück. Natürlich, meistens kündigt sich so etwas an und doch ist es ein spürbarer Meilenstein auf dem Weg des Lebens.
Was mach ich nun mit all der Ruhe und der Freiheit die hier herrscht? Genießen, endlich kann ich wieder nackt durch die Wohnung laufen ohne Angst haben zu müssen, dass plötzlich eines der Kinder vor einem steht, endlich kann ich alles herumliegen lassen und muss nicht ein gutes Beispiel für Sauberkeit und Ordnung sein, endlich kann ich wieder lautstark fluchen und wenn ich dann so besoffen bin, dass ich es nicht mehr in mein Bett schaffe, sieht das auch keiner mehr, Juhu.

Nun aber mal im Ernst, es war hier eigentlich nie laut aber nun ist es noch stiller geworden, auch wenn man sich in letzter Zeit doch schon recht selten gesehen hat so fällt auf, dass es nun noch seltener ist.
Ich jedenfalls habe damit begonnen das freie Zimmer zu verplanen, theoretisch erstmal, es kann ja sein, dass es nicht funktioniert mit der Zweisamkeit, soll ja vorkommen und dann wäre ich nicht mehr so allein. Noch halte ich das Zimmer frei aber bestimmt nicht mehr lange und dann wird es hier gaaaaanz toll. Dann habe ich ein neues großes Schlafzimmer mit viel mehr Platz und so und ich werde es mir einrichten wie ich es mir schon immer vorgestellt habe und ich werde mich da dann richtig wohlfühlen und dann ist da nur noch das kleine Zimmer frei falls es eben nicht funktioniert, aber nicht lange und dann kann ich eine Carrera Bahn aufbauen oder ein Bastelzimmer einrichten oder ich stell einen Flipper rein oder da kommt dann der Computer aus dem Wohnzimmer rein, dann habe ich wieder mehr Platz im Wohnzimmer und da kommt dann ein Esstisch hin, man wird das schön……

Lieber Karsten, nun komm mal wieder runter und genieße die eingangs beschrieben Ruhe, vielleicht kommt ja alles ganz anders und die Rita ist ja schließlich auch noch da.

Ist schon komisch was für Gedanken in einem so vereinsamten Hirn produziert werden.